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Umstellung des Telekom-Anschlusses auf „All-IP“

Hinweis: Die Umstellung wurde inziwschen durchgeführt, siehe meinen neuen Artikel für einen Bericht darüber:

Problem

Unser Telekom-Anschluss wird von ISDN mit ADSL 2+ auf „All IP“ umgestellt, das heisst ADSL 2+ Annex J (ohne Splitter) mit Telefonie über IP (SIP).

Wir haben uns dazu bereit erklärt, die Umstellung mitzumachen, und ich möchte bei dieser Gelegenheit intern auf IP-Telefone umstellen:

  • Die Verwendung von IP-Telefonen erlaubt es, das LAN für den Anschluss von Endgeräten zu nutzen.
  • Telefonie und PCs können enger miteinander verbunden werden (spontan fallen mir da der Abgleich von Adressbüchern zwischen PCs und Telefongeräten und das Nutzen von PCs als Telefongeräte ein).
  • Eine Ausnahme ist das analoge Faxgerät.

DSL-Einwahlrouter und Internet-Gateway

Fritz!Box 7360, ausgestattet mit folgenden Anschlüssen:

  • 1 WAN-Port „DSL“ (unterstützt Annex J).
  • Adapter von Telefonanschluss auf RJ45 liegt bei (beschriftet mit „DSL“).
  • 1 analoger Telefonanschluss FON1 zum Betrieb eines analogen Telefoniegerätes.
  • 5 Gigabit-Ethernet Ports LAN1 bis LAN5.

VoIP-Telefone

Beschafft haben wir Siemens Gigaset 430A IP. Es handelt sich um eine Basisstation mit 1 LAN- und 1 analogen Telefonanschluss. Die Basis verwaltet bis zu 6 Mobilgeräte (mitgeliefert wird ein Mobilgerät mit Ladeschale). Die Basis wird im LAN per Weboberfläche konfiguriert. Die Basis kann bis zu 6 SIP-Konten und 1 analogen Festnetzanschluss verwenden und den Mobilteilen zuordnen. Das Gigaset 430A hat zudem einen eingebauten Anrufbeantworter (hat das 430 ohne „A“ nicht).

Das Gigaset 430 IP unterstützt kein PoE, die Stromversorgung von Basis und Ladeschale erfolgt jeweils über ein Netzteil. Für mich ist das kein Nachteil, weil ich im Netzwerk eh kein PoE habe.

Strukturplan

Strukturplan Telefonie nach Umstellung auf "Telekom All IP".

Strukturplan Telefonie nach Umstellung auf „Telekom All IP“.

Einrichtung

In dieser Reihenfolge:

  1. Sichergestellt, dass die DSL-Anmeldedaten und der Zugang zum Telekom-Festnetz-Kundencenter vorhanden sind.
  2. Im Telekom-Festnetz-Kundencenter den Dienst „MyLogin“ aktiviert. Ab Beantragung erfordert die Aktivierung eine Bearbeitungsdauer von 2 bis 3 Werktagen. Mit diesem Merkmal kann die Fritz!Box sich bei der Telekom als SIP-Provider für unsere 3 Telefonnumern ohne gesonderte Zugangsdaten anmelden (Benutzername „anonymous@t-online.de“, Passwort leer).
  3. In der Fritz!Box die Firmware auf den neusten Stand gebracht (aktuell Fritz!OS Version 6.20).
  4. Unsere 3 Telefonnumern in die Fritz!Box einkonfiguriert; dabei diese Einstellungen verwendet: Internetrufnummer verwenden, Anbieter Telekom, keine individuellen Zugangsdaten (siehe auch oben, Vorbereitung Punkt 2). Im Anschluß die Konfiguration der Telefonnummer nochmal geöffnet und die Option „Internetrufnummer verwenden“ wieder deaktiviert. So belasse ich den Eintrag bis zur Umstellung, da die Fritz!Box sonst bereits jetzt alle paar Minuten (vergeblich) versuchen würde, sich bei der Telekom-Telefonie anzumelden.
  5. IP-Telefon-Basen aufgestellt, mit Strom und LAN verbunden. Mobilteil-Ladeschalen aufgestellt und mit Strom verbunden.
  6. Für jedes IP-Telefon ein „Telefoniegerät“ auf der Fritz!Box eingerichtet; folgende Einstellung verwendet: Typ IP-Telefon, Passwort gesetzt, Anmeldung aus dem Internet (bis auf weiteres) nicht erlauben. Für jeden dieser Accounts sind mir ab dann ein Benutzername (z.B. „621“) sowie ein von mir gesetztes Passwort bekannt.
  7. Auf den Gigaset-Basisstationen per Weboberfläche angemeldet, den bzw. die dort vorgesehehen SIP-Accounts einkonfiguriert. Das Gigaset 430 IP hat ein vorbereitetes Provider-Profil „avm.fritzbox.fon“. Für jeden Account die Einstellungen nach folgender Methode gesetzt: Anmelde-, Benutzer- und angezeigter Name: wie in Fritz!Box für diesen Account gewählt (z.B. „621“); Passwort: Wie von mir in der Fritz!Box vergeben. Zusätzlich unter „Weiteren Einstellungen“: „Domäne“ sowie IP des „Proxy Server“, des „Registration Server“ und des „Outbound Proxy“ auf die IP der Fritz!Box gesetzt, STUN ist deaktiviert. Einstellungen durch „Neuladen der Profile“ getestet, der Account muss in der Gigaset-Weboberfläche unter Telefonie-Verbindungen vom Typ „anderer Provider“ ab dann im Status „angemeldet“ aufgelistet werden.
  8. Für den weiteren Betrieb des analogen Faxgerätes in der Fritz!Box unter Telefonie -> Telefoniegeräte zuerst das voreingestellte Gerät mit der internen Rufnummer „**1“ an Anschluß FON1 gelöscht. Dann ein neues Gerät für Anschluss FON1 hinzugefügt, dabei ausdrücklich als „Faxgerät“ angefordert und für Versand und Empfang die entsprechende Telefonnummer zugewiesen.

Zusätzliche Hinweise

Telefonie läuft über die Datenverbindung. Diese muss durchgängig zur Verfügung stehen und darf nicht bei Inaktivität abgeschaltet werden, da man sonst nicht angerufen werden kann. Also habe ich sichergestellt, dass in der Fritz!Box unter Internet -> Zugang -> Internetzugang -> Verbindungseinstellungen die Option „Internetverbindung dauerhaft halten“ angewählt ist.

In der Fritz!Box habe ich die Option „T.38 auch für Faxempfang“ deaktiviert gelassen, weil dieses Verfahren von der Telekom angeblich nicht unterstützt wird. Angeblich behandelt die Telekom Faxübertragung im IP-Netz nach dem Ansatz „best effort“, was auch immer das heissen mag. Wie gut es funktioniert, wird sich zeigen.

Status

Nun warten wir auf die Umstellung. Ob und wenn ja wie alles funktioniert hat, werde ich in einem Folgeartikel berichten. 🙂